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Joris Ryf - Das Leben als Profisportler / Normaler Trainingstag

Mein Name ist Joris Ryf und ich bin Mountainbike-XCO-Profi aus Täuffelen. Im kommenden Jahr werde ich noch zum letzten Mal in der U23-Kategorie starten, bevor ich mich definitiv mit den Elite-Fahrern, beispielsweise mit Nino Schurter, messen darf. Meine grössten Erfolge waren in dieser Saison der MTB-XCO Vize-Schweizermeistertitel und der 8. Rang am UCI MTB Weltcup in Nové Mêsto.

Neben meiner Tätigkeit als Mountainbike-Profi begleitete ich einige Nachwuchsathleten und seit einigen Wochen bin ich Mitglied im meinTrainingsplan.ch-Team.

Mit diesem Blog Post möchte ich dich in den normalen Trainingsalltag eines Profisportlers mitnehmen und dir dort kurz meinen Tagesablauf mit den wichtigsten Punkten vorstellen. Während der nächsten Rennsaison werde ich dann noch einmal einen neuen Blog schreiben, in welchem ich den typischen Wettkampftag aufzeigen werde.

 

7:00 Uhr – Aufstehen & Footing

An einem normalen Trainingstag stehe ich morgens um 7:00 Uhr auf und absolviere vor dem Frühstück ein etwa 30-minütiges Footing. So integriere ich eine andere Sportart in meinen Trainingsplan und bringe etwas Abwechslung in mein Training. Zudem kann es ja auch vorkommen, dass es in der Startphase der Rennen oder bei Matsch-Rennen kurze Laufpassagen geben kann und dadurch ist der Körper diese andere Bewegung  bereits gewohnt.

 

8:00 Uhr – Frühstück

Nach dem Footing bereite ich mein Frühstück vor. Meistens gibt es bei mir Porridge mit diversen Früchten und Yoghurt. Diese Mahlzeit gibt mir genügend Energie für meine erste richtige Trainingseinheit des Tages.

 

8:30 Uhr – Arbeitszeit

Während ich meinem Körper etwas Verdauungszeit gönne, erledige ich meistens einige Arbeiten am Computer oder auch Telefonate. Ich analysiere die Trainingseinheiten meiner Athleten und organisiere auch Termine mit meinen Sponsoren.

 

10:00 Uhr – Trainingseinheit auf MTB

Da ich am Morgen noch frisch bin, absolviere ich dort meistens meine intensive Trainingseinheit. Diese mache ich im Gelände und auf meinem Wettkampfgerät. Ein regelmässiges Training, welches ich auf meinem MTB durchführe, ist ein 5x5min- VO2-max-Training, in welchem ich während der kurzen Regenerationszeit technische Abfahrten absolviere.

 

12:00 Uhr  - Mittagessen

Da ich zu Hause auch für einen Teil des Haushalts verantwortlich bin, koche ich nach meinem Training für die ganze Familie das Mittagessen. Ich koche sehr gerne und probiere dabei auch viele verschiedene Rezepte aus.

 

13:00 Uhr – Regeneration

Ich lege auch grossen Wert auf genügend Regeneration. Das Mittagessen ist bereits ein wichtiger Teil dieser wichtigen Regeneration. Ich versuche jedoch auch immer einen kurzen Power-Nap zu integrieren. Während meiner Regeneration versuche ich auch etwas zu machen, was nicht mit meiner Sportart zu tun hat. Während dieser Zeit lese ich auch keine E-Mails und erledige keine Telefonate. Um etwas abschalten zu können, lese ich gerne ein Buch, höre etwas Musik oder recherchiere nach neuen Rezepten.

 

14:00 Uhr – Arbeitszeit

Genau wie vormittags plane ich auch am Nachmittag Arbeitszeit ein. Zudem gehört für mich als Mountainbike-Profi auch die Selbstvermarktung zu meinem Beruf dazu. Dafür nutze ich oft meine sozialen Medien und poste Fotos von meinen Rennen oder von meinen vergangenen Trainingseinheiten.

 

16:00 Uhr  - Trainingseinheit auf Rennvelo

Am Nachmittag lege ich meinen Fokus meist auf meine Ausdauer. Meine Ausdauertrainings absolviere ich auf dem Rennvelo. Diese Trainings können zwischen 1.5h und 4h varieren. Ich plane meine Startzeit des Trainings immer so, dass ich etwa um 18:00 Uhr wieder zu Hause bin. Deshalb kann die Arbeitszeit nach dem Mittagessen länger oder kürzer ausfallen. 

 

18:00 Uhr – Abendessen

Wie schon am Mittag koche ich wieder für die ganze Familie. Beim Abendessen sind immer alle anwesend. Wir tauschen uns über die erlebten Dinge aus und erzählen uns auch die Pläne für den kommenden Tag.

 

19:00 Uhr – Bikeservice

Damit ich am nächsten Tag wieder ein funktionstüchtiges Fahrrad habe, kontrolliere ich mein Fahrrad und tausche allfällige defekte Teile aus. Es gibt nichts Ärgerliches, als wenn man vor dem nächsten Training merkt, dass irgendetwas nicht stimmt oder man sich beim nächsten Training einen Defekt holt. Da ich den Bikeservice jeweils selber mache, gibt mir dies ein besseres Gefühl für mein Fahrrad und ich kann allfällige Defekte auch selber beheben. So entwickle ich auch eine gewisse Feinfühligkeit für mein Sportgerät.

 

20:00 Uhr – Regeneration

Jetzt ist es wieder Zeit für meine Regeneration. Ich versuche am Abend, bevor ich ins Bett gehe, noch einmal eine Regenerationszeit einzubauen. Dort kann ich gut abschalten und meine Gedanken noch einmal etwas von der Sportart wegleiten. Mir fällt dies oftmals sehr schwer, denn ich interessiere mich für alle Disziplinen des Radsports und kann fast nicht aufhören mich mit weiteren Trainingsmethoden, Studien, Rennen,...etc. zu befassen.

 

22:00 Uhr – Schlafenszeit

Ich achte auf einen konstanten Wach-Schlafrhythmus und versuche immer um 22:00 Uhr im Bett zu sein. So fühle ich mich am nächsten Tag wieder fit und erholt und bin bereit für die nächsten wichtigen Trainings.

About the author

Joris Ryf

Meintrainingsplan.ch Coach für Radsportler. Mountainbikeprofi für das Swiss MTB Pro Team. Vice Schweizermeister U23, 8. Rang U23 Weltcup Nove Mesto. J+S Weiterbildung 1 (C-Diplom).

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